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Wissenschaftlicher Hintergrund

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Gesamtstrategie der KMK

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat sich bereits mit dem Konstanzer Beschluss von 1997 darauf verständigt, dass deutsche Schulen regelmäßig an ausgewählten wissenschaftlich fundierten internationalen Vergleichsstudien teilnehmen, so sollen zuverlässige Rückmeldungen über Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler in zentralen Kompetenzbereichen erhalten werden. Vertiefende Informationen finden Sie in der KMK-Gesamtstrategie zum Bildungsmonitoring .

Zur Sicherung der Qualität im deutschen Bildungssystem, zur Vergleichbarkeit schulischer Abschlüsse und für eine größere Durchlässigkeit des Bildungssystems bedarf es eines gemeinsamen Bezugsrahmens. Im Auftrag der KMK und in Kooperation mit den Ländern wurde dieser durch abschlussbezogene Bildungsstandards geschaffen, die in allen Bundesländern für den Mittleren Schulabschluss seit dem Schuljahr 2004/05 und für den Hauptschulabschluss und die Primarstufe seit dem Schuljahr 2005/06 verbindlich gelten. Diese länderübergreifenden Bildungsstandards der KMK sind als Regelstandards formuliert und beschreiben Leistungserwartungen in Form fachlicher Kompetenzanforderungen. Über diese sollten Schülerinnen und Schüler bis zum Ende der 4., 9. bzw. 10. Jahrgangsstufe in der Regel verfügen.

Landesweit geltende Bildungsstandards

Bundesweit geltende KMK-Bildungsstandards gibt es derzeit

  • für den Mittleren Schulabschluss (Klasse 10) in den Fächern Deutsch, Mathematik, Erste Fremdsprache (Englisch/Französisch) und in den Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik), 
  • für den Hauptschulabschluss (Klasse 9) in Deutsch, Mathematik, Erste Fremdsprache (Englisch/Französisch) und
  • für den Primarbereich (Klasse 4) in Deutsch und Mathematik.

Damit eröffnet sich die Möglichkeit, die Qualitätsentwicklung in den Ländern Deutschlands an einem gemeinsamen Maßstab auszurichten.

Neuausrichtung des Bildungssystems

Mit dieser Rahmensetzung vollzieht sich eine fundamentale Umsteuerung des Bildungssystems. Die bisherige Inputsteuerung mit differenzierten Lehrplanvorgaben wird schrittweise durch eine Outputsteuerung mittels Bildungsstandards und damit verbindlichen Bildungszielen in Form von Kompetenzen abgelöst. Damit wird den Schulen einerseits eine größere Eigenverantwortung bei der Ausgestaltung schulischer Lernprozesse überlassen. Allerdings wird auch die Rechenschaftslegung darüber gefordert, inwieweit die Schüler die Kompetenzen im gewählten Bildungsgang tatsächlich erworben haben.

Das Erreichen der Bildungsstandards ist mit Hilfe empirisch fundierter Instrumente überprüfbar. Die Überprüfung erfolgt auf Ebene der Länder an einer repräsentativen Stichprobe (Ländervergleich ) durch das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) . Auf dem Weg dorthin können die Schulen mit Hilfe der Lernstandserhebungen eine frühzeitige und abgesicherte Bestandsaufnahme vornehmen: Bezogen auf die Bildungsstandards erfahren sie damit den Leistungsstand ihrer Lerngruppe in den Jahrgangsstufen 3 und 8.

Verlässliche Informationen über die Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Ergebnisse schulischen Lernens sind wesentliche Ausgangspunkte für eine Qualitätsentwicklung im Bildungssystem. Sie müssen daher in systematischer Weise gewonnen werden (sog. Bildungsmonitoring/Bildungsbeobachtung). Hierzu gibt es verschiedene Verfahren , die sich jeweils auf verschiedene Ziele bzw. Ebenen der Bildungsbeobachtung beziehen.

Überblick: Verfahren zum Bildungsmonitoring
Internationale Verfahren

Ziel:
Wissenschaftliche Untersuchung des deutschen Bildungswesens und seiner Leistungsfähigkeit im internationalen Vergleich.

Verfahren:
Jedes Bundesland nimmt mit einer repräsentativen Stichprobe an internationalen Schulleistungsstudien teil (PIRLS/IGLU, TIMSS oder PISA).

Nationale Verfahren

Ziel:
Zentrale Überprüfung des Erreichens der Bildungsstandards im Ländervergleich.

Verfahren:
Jedes Bundesland nimmt mit einer repräsentativen Stichprobe an den nationalen Verfahren teil. Diese werden vom Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt-Universität Berlin durchgeführt. Sie erfolgen in der Primarstufe parallel zu PIRLS/IGLU oder TIMSS (2011, 2016) und in der Sekundarstufe I in Ankopplung an PISA (2012, 2015).

Verfahren innerhalb Hessens

Ziel:
Schulinterne, datenbasierte Standortbestimmung (interne Evaluation) durch zentral entwickelte und zentral durchgeführte Lernstandserhebungen und weitere hessenspezifische Verfahren (z. B. Verfahren zur Prüfung des Schriftspracherwerbs und des Leseverstehens). Sie geben den Schulen und Fachlehrkräften Rückmeldung zum Lernstand ihrer Klassen bzw. Lerngruppen und ermöglichen weitere Entwicklungen im Hinblick auf das Erreichen der abschlussbezogenen Bildungsstandards.

Verfahren:
Alle Grundschulen nehmen an der Lernstandserhebung 3 teil. Die allgemeinbildenden Schulen mit der Sekundarstufe I müssen in einem Fach an den Lernstandserhebungen 8 teilnehmen. Die Teilnahme in mehreren Fächern ist ebenfalls möglich und wird empfohlen.

 

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