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Keine Klassenarbeit

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Kompetenzmessung steht im Vordergrund

Die Lernstandserhebungen unterscheiden sich in ihrer Konstruktion grundlegend von einer Klassenarbeit. Eine Klassenarbeit prüft, inwiefern die unmittelbaren Unterrichtsinhalte verstanden wurden. Hierbei gibt es in der Regel einige leichte, mehrere mittelschwere und auch wenige sehr schwierige Teilaufgaben. Insgesamt ist eine Klassenarbeit so konzipiert, dass theoretisch alle Kinder alle Aufgaben richtig lösen können, wenn Sie die Inhalte des Unterrichts verstanden und gelernt haben. Bei umfangreicheren und/oder schwierigeren Aufgaben werden häufig mehrere Punkte vergeben und in Teilen richtige Lösungen in die Bewertung aufgenommen.

Die Konstruktion der Lernstandserhebungen folgt einem völlig anderen Prinzip: dem der Kompetenzmessung in (inter-)nationalen Schulleistungsstudien. Ähnlich ist, dass es auch hier leichte, mittelschwere und sehr schwere Aufgaben gibt. Allerdings orientiert man sich bei deren Zusammenstellung an den bundesweiten Kompetenzstufenmodellen der Kultusministerkonferenz (KMK).

Unterschied von Klassenarbeiten zu Lernstandserhebungen

Im Unterschied zu Klassenarbeiten wird für jede gelöste Teilaufgabe im Regelfall nur ein Punkt gegeben. Dabei weisen die Teilaufgaben einen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad auf und erstrecken sich über die Bandbreite des gesamten Kompetenzstufenmodells. Man geht davon aus, dass die Teilaufgaben bis zu dem Schwierigkeitsgrad richtig gelöst werden, der der Kompetenz des jeweiligen Kindes entspricht. Sobald die Schwierigkeit der Teilaufgaben die Kompetenz übersteigt, wird eine richtige Lösung unwahrscheinlich. Anhand der Anzahl der korrekt gelösten Aufgaben wird dann der Kompetenzstand errechnet. Eine Vergabe von Teilpunkten ist bei diesem Verfahren nicht möglich. Jede Teilaufgabe steht für einen ganz bestimmten Schwierigkeitsgrad. Nur wenn alle Anforderungen einer Teilaufgabe erfüllt sind, hat man die entsprechende Schwierigkeit bewältigt. Nur dann hat man die zur Lösung benötigte Kompetenz unter Beweis gestellt.

Sinnbildlich kann man sich jede Teilaufgabe wie die Latte beim Hochsprung vorstellen. Die Latte soll wiederholt übersprungen werden und wird dabei jeweils auf unterschiedliche Höhen eingestellt. Die Leistungsbewertung erfolgt dann gemäß der Anzahl der erfolgreichen Sprünge.

Der Schwierigkeitsgrad für jede Teilaufgabe wird im Vorfeld in den sogenannten Pilotierungsstudien anhand der dort erreichten Lösungshäufigkeiten präzise ermittelt. Der Schwierigkeitsgrad bildet die Grundlage für die Zusammenstellung der Aufgaben zu Testheften und deren Zuordnung zu den fünf Kompetenzstufen. Da hierbei alle Stufen der vorliegenden KMK-Kompetenzstufenmodelle berücksichtigt werden, werden nur sehr wenige und ausgesprochen leistungsstarke Kinder alle oder fast alle Aufgaben richtig lösen können. Die korrekte Lösung von ca. 40 - 60 % der Aufgaben auf Klassenebene gilt bereits als völlig akzeptables Ergebnis. Auch wenn bei den Lernstandserhebungen aus den oben skizzierten Gründen keine Teilpunkte vergeben werden, kann das bei der Korrektur festgestellte Lösungsverhalten der Kinder (z. B. Teillösungen, spezifische Fehlermuster) als zusätzliche diagnostische Information genutzt werden.

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