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Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache

Einrichtung eines Weiterbildungskurses für das Unterrichtsfach Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache

Erlass vom 28. Oktober 2016
LA – 991.000.000-00066 –

Zum 01. Februar 2017 wird von der Hessischen Lehrkräfteakademie, Sachgebiet I.1-2 Weiterbildung, im Auftrag des Hessischen Kultusministeriums der oben genannte Weiterbildungskurs eingerichtet.

Bewerberkreis

Es können sich für die Teilnahme folgende hessische Lehrkräfte oder Lehrkräfte mit einer entsprechenden hessischen Gleichstellung ihrer Lehramtsprüfungen bewerben:

  1. Lehrkräfte mit der Befähigung zum Lehramt an Grundschulen, mit dem Unterrichtsfach Deutsch und/ oder mit einer Fremdsprache, die ihr erworbenes Lehramt um das Unterrichtsfach Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache erweitern möchten,
  2. Lehrkräfte mit der Befähigung zum Lehramt an Förderschulen, mit dem Unterrichtsfach Deutsch und/ oder mit einer Fremdsprache, die ihr erworbenes Lehramt um das Unterrichtsfach Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache erweitern möchten,
  3. Lehrkräfte mit der Befähigung zum Lehramt an Hauptschulen und Realschulen, mit dem Unterrichtsfach Deutsch und/ oder mit einer Fremdsprache, die ihr erworbenes Lehramt um das Unterrichtsfach Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache erweitern möchten,
  4. Lehrkräfte mit der Befähigung zum Lehramt an Gymnasien, mit dem Unterrichtsfach Deutsch und/ oder mit einer Fremdsprache, die ihr erworbenes Lehramt um das Unterrichtsfach Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache erweitern möchten,
  5. Lehrkräfte mit der Befähigung zum Lehramt an beruflichen Schulen, mit dem Unterrichts-fach Deutsch und/ oder mit einer Fremdsprache, die ihr erworbenes Lehramt um das Unterrichtsfach Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache erweitern möchten.

Aufnahme

Bei der Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber werden Auswahlkriterien in folgender Rangfolge zugrunde gelegt:

  1. Erfüllung der in der Ausschreibung genannten Kriterien,
  2. bei der Zulassung zu dem Weiterbildungskurs sind laut Erlass des Hessischen Kultusministeriums (Az. 860.0096.000-00073 vom 16.11.2010) Lehrkräfte, die unbefristet im hessischen Schuldienst beschäftigt sind und mit mindestens 7 Stunden in Deutsch als Zweit-sprache eingesetzt sind, vor anderen Bewerberinnen und Bewerbern zu berücksichtigen,
  3. Bewerberinnen und Bewerber mit Schwerbehinderung oder Gleichstellung werden bevorzugt berücksichtigt,
  4. Aufnahme der Frauenförderung und des regionalen Bezugs bei Bedarf,
  5. Auswahl aufgrund des Gesamtwerts gemäß Ziffer 3.2 des Erlasses „Einstellungsverfahren in den hessischen Schuldienst“ (Erlass vom 8. Januar 2016, Az. II.2 – 634.000.004 – 77).

Gehen mehr Bewerbungen ein, als Plätze vorhanden sind, wird unter Beteiligung des HPRLL, der Frauenbeauftragten und ggf. der Schwerbehindertenvertretung eine Auswahl getroffen.

Kursdauer

Der Kurs umfasst einen Zeitraum von zwei Schulhalbjahren vom 01. Februar 2017 bis zum 31. Januar 2018. Die Prüfungsphase findet in dem sich anschließenden Schulhalbjahr statt.

Abschlussprüfungen

Erweiterungsprüfung nach § 33 des Hessischen Lehrerbildungsgesetzes (HLbG) in der Fassung vom 28. September 2011 (GVBl. I S. 590), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 05. Februar 2016 (GVBl. S. 30).
Die Erweiterungsprüfung besteht aus einer vierstündigen Klausur und einer einstündigen mündlichen Prüfung.

Lehrkräfte mit Schwerbehinderung oder Gleichstellung erhalten bei Bedarf behinderungsbedingte Nachteilsausgleiche.

Inhalte

Die Inhalte orientieren sich an den Bezugswissenschaften des Unterrichtsfaches Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache sowie an den Vorgaben der Kerncurricula und Bildungsstandards des Landes Hessen.

Fachwissenschaftliches Lernen wird mit Fragestellungen der Fachdidaktik, Unterrichtspraxis und Inklusion verbunden.

Der Kurs enthält Studienanteile aus folgenden Bereichen:

  • Einführung in das Unterrichtsfach Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache
  • Schriftspracherwerb/ Lesen
  • interkulturelle Kommunikation
  • Alphabetisierung
  • Didaktik der Landeskunde, Dramendidaktik, Wortschatzdidaktik
  • Lehrwerkanalyse, Medien im Unterricht Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache
  • Sprachdiagnose, Maßnahmen der Sprachförderung

Der Kurs beinhaltet folgende Elemente des Eigenstudiums:
Literaturarbeit, schriftliche Hausaufgaben, Erstellung von Arbeitsmaterialien etc.

Veranstaltungsformen

Der Weiterbildungskurs erfolgt

  • für Lehrkräfte mit der Befähigung zum Lehramt an Grundschulen an 10 Präsenztagen und einem fakultativen Wahlangebot an vier Tagen
  • für Lehrkräfte mit der Befähigung zum Lehramt an Hauptschulen und Realschulen, an Förderschulen, an Gymnasien oder an beruflichen Schulen an 14 Präsenztagen

und wird in folgenden Veranstaltungsformen durchgeführt:

  • Blockveranstaltungen
  • Tagesveranstaltungen
  • Eigenstudien
    (Änderungen vorbehalten)

Weiterhin sind zwei Tage mit den Themen „Umgang mit Traumatisierung“ und „Rechtliche Grundlagen bei der Beschulung von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache im Zusammenhang mit dem schulischen Gesamtsprachförderkonzept“ einzuplanen.

Teilnahmevoraussetzungen

Um erfolgreich teilnehmen zu können, sind grundlegende Computerkenntnisse, der Zugriff auf einen PC mit dem Betriebssystem Windows mit Internetzugang und eine persönliche E-Mail-Adresse erforderlich.

Kursgröße

Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist auf max. 80 begrenzt.
Eine Zuweisung der Plätze wird in etwa wie folgt vorgenommen:
20% Lehrkräfte mit dem Lehramt an Grundschulen, die ihr erworbenes Lehramt um das Unterrichtsfach Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache erweitern möchten,
60% Lehrkräfte mit dem Lehramt an Hauptschulen und Realschulen bzw. mit dem Lehramt an Förderschulen oder dem Lehramt an Gymnasien, die ihr erworbenes Lehramt um das Unterrichtsfach Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache erweitern möchten,
20% Lehrkräfte mit dem Lehramt an beruflichen Schulen, die ihr erworbenes Lehramt um das Unterrichtsfach Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache erweitern möchten.

Anmeldung

Die Bewerbung zum Kurs ist auf dem nachfolgend abgedruckten Vordruck unmittelbar (nicht auf dem Dienstweg) an nachstehende Adresse zu senden:

Hessische Lehrkräfteakademie
Sachgebiet I.1-2 Weiterbildung
Kurs Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache
Schubertstraße 60/ Haus 15
35392 Gießen

Für Beschäftigte des Landes Hessen handelt es sich bei dem Kurs um eine Veranstaltung im überwiegend dienstlichen Interesse. Dies ist durch die Schulleitung zu bestätigen (s. Bewerbungsbogen). Von den Schulleitungen ist sicherzustellen, dass die Lehrkräfte an den Veranstaltungen des Kurses teilnehmen können.
Eine Durchschrift des Bewerbungsbogens ist auf dem Dienstweg an das zuständige Staatliche Schulamt mit dem Vermerk „zum Verbleib“ zu schicken.

Um die nötigen verwaltungstechnischen Abläufe sicherstellen zu können, wird der Anmeldeschluss auf den 12. Januar 2017 (Poststempel) gesetzt.

Bewerberinnen und Bewerber, die ihre Lehramtsprüfungen außerhalb Hessens abgelegt haben, müssen eine Bescheinigung über die hessische Gleichstellung ihrer Lehramtsprüfungen beilegen.

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen wird dringend um vollständiges und deutlich lesbares Ausfüllen der Anmeldung, das Mitsenden der Zeugniskopien und um Einhaltung des Verfahrens gebeten.

Sonstiges

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Kurses im unbefristeten Beschäftigungsverhältnis zum Land Hessen werden unter Bezug auf § 7 (2) der Verordnung über die Pflichtstunden der Lehrkräfte, über die Anrechnung dienstlicher Tätigkeiten und über Pflichtstundenermäßigungen (Pflichtstundenverordnung) vom 25. Juni 2012 (ABl. 7/12, S. 322) geändert durch die Verordnung vom 19. März 2013 (ABl. 05/13, S. 222) für die Dauer vom 01. Februar 2017 bis zum 31. Januar 2018 drei Stunden pro Woche auf ihre Pflichtstundenzahl angerechnet. Nimmt eine Lehrkraft aus Gründen, die sie selbst zu vertreten hat, nicht an der Abschlussprüfung des Kurses teil, ist die Hälfte der gewährten Entlastungsstunden durch erhöhte Unterrichtsverpflichtungen in den drei folgenden Schuljahren auszugleichen.
Bewerberinnen und Bewerber, die nicht unbefristet im hessischen Schuldienst beschäftigt sind, haben keinen Anspruch auf Entlastungsstunden.

Es wird darauf hingewiesen,

  • dass kein Anrecht auf das Nachholen von Veranstaltungen besteht,
  • dass die Zulassung zur Abschlussprüfung nur möglich ist, wenn am Ende des Kurses eine erfolgreiche Teilnahme bescheinigt werden kann. Das setzt voraus, dass regelmäßig an den Veranstaltungen der Weiterbildung teilgenommen wurde und die geforderten Kompetenznachweise erbracht wurden.

Gemäß Nr. 1361/1362 des Verwaltungskostenverzeichnisses zur Verwaltungskostenordnung für den Geschäftsbereich des Hessischen Kultusministeriums (GVBl. 2013, S. 540) beträgt die Gebühr für die Zulassung zur Abschlussprüfung für erweiternde Studien 270 Euro. Der Betrag ist vor Zulassung zu überweisen. Sie erhalten von uns entsprechende Nachricht.

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern entstehen Sachkosten z.B. für Handouts, Kopien, Material etc.

© 2017 Hessische Lehrkräfteakademie . Stuttgarter Straße 18-24, 60329 Frankfurt am Main

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Sachgebiet I.1-2

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