Hessen Logo Hessische Lehrkräfteakademie hessen.de| Inhaltsverzeichnis| Impressum| Kontakt| Hilfe

Anmelden

Funktion und Aufbau

HRS 2011 Gesamt
Bild vergrößern. Öffnet ein neues Fenster

Orientierungsrahmen zur Schulentwicklung

Mit dem Hessischen Referenzrahmen Schulqualität liegen schulpädagogische und schulorganisatorische Bezugspunkte vor, die eine Orientierung für die Entwicklung der einzelnen Schule als pädagogische Handlungseinheit geben und eine standardbildende Funktion einnehmen können. Damit existiert  ein einheitlicher Rahmen für die Erfassung und Beurteilung von Schulqualität, der die Kriterien transparent macht und eine professionelle Verständigung ermöglicht. Schulqualität lässt sich vor diesem Hintergrund belegen und auch in Konfliktfällen anhand einer transparenten Folie kommunizieren.

Sieben Qualitätsbereiche 

Der vorliegende Referenzrahmen dient den Schulen sowie allen am Bildungsprozess Beteiligten zur Orientierung bei der Schulentwicklung durch interne wie externe Evaluation. In sieben Qualitätsbereichen, die miteinander verwoben sind, werden die Bedingungen für das Gelingen schulischer und unterrichtlicher Prozesse definiert (siehe Grafik). Sie  lassen sich den klassischen Feldern der Schulsystemsteuerung zuordnen, den Voraussetzungen und Bedingungen (Qualitätsbereich I), den Prozessen (Qualitätsbereiche II bis VI) sowie den Ergebnissen und Wirkungen (Qualitätsbereich VII). Diese systematische Ordnungsstruktur erlaubt es, alle Aktivitäten in einen Gesamtzusammenhang einzuordnen.

Der Qualitätsbereich I nimmt eine Sonderstellung ein, weil die Schulen in der Regel die Voraussetzungen und Bedingungen nicht oder wenig beeinflussen können. Gleichwohl üben diese Rahmenbedingungen aber einen erheblichen vorstrukturierenden Einfluss auf die Qualität von Schule aus. Demgegenüber sind alle in den Qualitätsbereichen II bis VI beschriebenen „Prozesse“ von der Einzelschule planvoll zu gestalten. Von zentraler Bedeutung ist der Qualitätsbereich VI „Lehren und Lernen“, weil es sich hier um die Kernaufgabe der Schule handelt. Im Qualitätsbereich VII geht es um die erworbenen Kompetenzen, die erreichten Abschlüsse sowie auch die Akzeptanz, die die Lernbedingungen und -erträge bei den beteiligten Personen finden.

Den Qualitätsbereichen sind Dimensionen und Kriterien zugeordnet. Mit ihnen soll einerseits an die Praxis der Schulen angeknüpft werden, andererseits geht es darum, vor dem Hintergrund der aktuellen Schulforschung Grundlinien einer künftigen schulischen Qualitätsentwicklung zu erfassen. Die Kriterien werden durch „aufschließende Fragen“ und „mögliche Anhaltspunkte“ ergänzt. Die aufschließenden Fragen sollen helfen, den Inhalt und den Bedeutungszusammenhang näher zu bestimmen; sie weisen auf wesentliche Aspekte des jeweiligen Kriteriums hin. Die Formulierung von möglichen Anhaltspunkten soll dagegen konkrete Hinweise auf das vielfältige Spektrum der Umsetzungsmöglichkeiten liefern und damit auch zum Ausdruck bringen, dass ein Kriterium sich auf unterschiedliche Weise realisieren lässt.

© 2017 Hessische Lehrkräfteakademie . Stuttgarter Straße 18-24, 60329 Frankfurt am Main

Dezernat I.3

Hessische Lehrkräfteakademie
Dezernat I.3 Evaluation 
Walter-Hallstein-Str. 3-7
65197 Wiesbaden

Sachgebiet I.3-6

Hessische Lehrkräfteakademie
Sachgebiet I.3-6: Hessischer Referenzrahmen Schulqualität
Walter-Hallstein-Str. 3-7
65197 Wiesbaden   

Publikationen

Veröffentlichungen und Arbeitsmaterialien zum Hessischen Referenzrahmen Schulqualität (HRS) finden Sie im Gesamtkatalog des Kultusressorts