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Projekt Lernverlaufsdiagnostik mit "quop"

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Projekt zur Lernverlaufsdiagnostik für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6 für Lesen und Mathematik

Ab dem Schuljahr 2017/18 stellt das Hessische Kultusministerium den Lehrkräften für die Klassen 1 bis 6 die computergestützte Lernverlaufsdiagnostik „quop“  im Lesen und in Mathematik als freiwilliges Angebot zur Verfügung.


Warum Lernverlaufsdiagnostik?

Im Hessischen Schulgesetz ist die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler als Ziel aller Schulformen festgeschrieben. Die Arbeit in heterogenen Lerngruppen bedarf jedoch einer veränderten Lehr-Lernkultur, die geprägt ist von einer förderorientierten Haltung der Lehrperson und einem adäquaten Unterrichtsscript mit entsprechendem „Handwerkszeug“ der Lehrperson.

Kernstück eines Unterrichts, der die individuelle Förderung intendiert, ist die Ermittlung der Lernausgangslage und des Lernstandes der Schülerinnen und Schüler. Auf der Grundlage einer solchen formativen Leistungsfeststellung können individuell passgenaue (adaptive) Lernangebote eröffnet werden. Für die Ermittlung der Lernausgangslage und des jeweiligen Lernstandes sind Diagnoseinstrumente erforderlich, die leicht handhabbar sind für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler und im Unterricht gut integriert werden können.

Besonders wichtig ist es, den Lernstand der Schülerinnen und Schüler immer wieder im Verlauf des Lernprozesses zu ermitteln und nicht nur punktuell einen Leistungsstand z.B. am Ende des Lernprozesses abzurufen. Europaweit ist die Lernverlaufsdiagnostik mit „quop“ das einzige Diagnoseinstrument, das diesem Anspruch gerecht wird.

Lernverlaufsdiagnostik mit „quop“

"Quop"  ist ein gut erforschtes, wissenschaftlich gesichertes und für Lehrkräfte leicht handhabbares Diagnoseinstrument. Es gehört zu einer neuen Generation der formativen Diagnostik und bildet den spiralcurricularen Aufbau im Lesen und in Mathematik von Klasse 1 bis 6 ab.

Die auf dem jeweiligen Curriculum basierenden Messungen erfolgen wiederholt im Laufe des Schuljahres mit dem Ziel, durch gezielte Rückmeldungen an die Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler die Lernergebnisse zu verbessern und die Effektivität des Unterrichts zu erhöhen. 

Das Diagnoseinstrument „quop“ …

  • ermöglicht eine internetbasierte Erhebung des Lernfortschritts zu bestimmten Messzeitpunkten über das Schuljahr hinweg (Lernverlaufsdiagnostik),
  • eröffnet Lehrkräften und Schülern durch automatisierte, direkte Rückmeldung zum aktuellen Lernfortschritt die Möglichkeit zur Selbstreflexion und -steuerung sowie zu Selbstwirksamkeitserfahrungen, 
  • gibt Leistungsrückmeldungen auf der Individualebene wie auf der Klassenebene,  
  • bereitet die Ergebnisse grafisch in Form von Lernfortschrittskurven und Tabellen auf,
  • kann problemlos in den regulären Unterricht eingebunden werden und 
  • bewirkt nachweislich hohe Lernzuwächse
  • erleichtert Elterngespräche aufgrund lehrerunabhängiger Testergebnisse.

Der Lernstand wird mit Hilfe einer internetbasierten Anwendung und regelmäßigen Onlinetests (je Schuljahr etwa acht Tests mit einem zeitlichen Abstand von ca. zwei bis drei Wochen im Unterricht)ermittelt und steht unmittelbar nach der Testdurchführung zur Verfügung. Erforderlich ist mindestens ein Computer mit Internetzugang, an dem alle Schülerinnen und Schüler  den 10- bis 15-minütigen Test durchführen können.        
                                                                               
Auf der Grundlage der Testergebnisse können die Lehrkräfte das Lernangebot für die Schülerinnen und Schüler individuell ausrichten.


Pilotprojekt Lernverlaufsdiagnostik mit „quop“ in den Schuljahren 2014/15 und 2015/16

Zunächst wurde die Lernverlaufsdiagnostik mit „quop“ im Schuljahr 2014/15 als Pilotprojekt gestartet, um Erfahrungen mit den hessischen Schulen zu sammeln. An diesem Pilotprojekt beteiligten sich 80 Schulen mit 390 Lehrkräften und 8761 Schülerinnen und Schülern. Die Evaluationsergebnisse zeigen große Akzeptanz auf Seiten der Lehrkräfte und der Schülerinnen und Schüler.


Projektbeteiligte 

Das Projekt ist an das hessenweit laufende Projekt „Verstärkte Leseförderung an hessischen Schulen“ angebunden, in dessen Rahmen auch begleitende Fortbildungsangebote zur Nutzung der Daten und zur Leseförderung bereitgestellt werden.

Den technischen Support und die Umsetzung von „quop“ - wie etwa das Anlegen der Schülerlisten - übernimmt die Firma hfp Informationssysteme GmbH aus Kelkheim. Dort steht ein Ansprechpartner für technische Fragen bereit. Bei inhaltlichen Fragen können sich die Projektschulen direkt an die Universität Münster wenden, die das Projekt wissenschaftlich begleitet (Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung der Westfälischen Wilhelmsuniversität Münster).



 

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Kontakt

Hessisches Kultusministerium
Referat III.A.2
Walter-Hallstein-Straße 3-7
65197 Wiesbaden

Projektleitung:

Ulrike Krug
Tel.: 0611 8803-156
E-Mail: Ulrike.Krug@kultus.hessen.de