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Pilotprojekt Lernverlaufsdiagnostik (quop)

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Pilotprojekt zur Lernverlaufsdiagnostik für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6

Das Pilotprojekt zur Lernverlaufsdiagnostik startet  im Sommer 2014. Dabei werden die Lernausgangslagen und die Lernfortschritte von Schülerinnen und Schülern der Klassen 1 bis 6 im Lesen und in Mathematik in den Blick genommen. Ziel des Pilotprojektes ist die Unterstützung und Anleitung der Lehrkräfte zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern auf der Grundlage einer förderrelevanten Diagnostik durch curriculumbasierte Messungen (kurz CBM).

In den Pilotschulen – Grundschulen und weiterführende Schulen mit Sekundarstufe I –werden ein Schuljahr lang die Lernfortschritte von Schülerinnen und Schülern mithilfe eines speziellen diagnostischen Verfahrens erfasst. Diese Lernverlaufsdiagnostik „quop“, die dabei zum Einsatz kommt, gilt als besonders geeignet, um den jeweiligen Lernfortschritt in Lesen und in Mathematik zu messen und auf dieser Grundlage individuell zu fördern.

Im Rahmen der Suche nach geeigneten Leselernstandserhebungen im Projekt „Verstärkte Leseförderung an hessischen Schulengeriet die Lernverlaufsdiagnostik „quop“ in den Blick

Lernverlaufsdiagnostik mit „quop“

"Quop"  ist ein gut erforschtes, wissenschaftlich gesichertes und für Lehrkräfte leicht handhabbares Diagnoseinstrument. Es gehört zu einer neuen Generation der formativen Diagnostik und bildet den spiralcurricularen Aufbau im Lesen und in Mathematik von Klasse 1 bis 6 ab.

Die auf dem jeweiligen Curriculum basierenden Messungen erfolgen wiederholt im Laufe des Schuljahres mit dem Ziel, durch gezielte Rückmeldungen an die Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler die Lernergebnisse zu verbessern und die Effektivität des Unterrichts zu erhöhen. 

Das Diagnoseinstrument „quop“ …

  • ermöglicht eine internetbasierte Erhebung des Lernfortschritts zu bestimmten Messzeitpunkten über das Schuljahr hinweg (Lernverlaufsdiagnostik),
  • stellt spezifische Fördermaterialien zur Verfügung, 
  • eröffnet Lehrkräften und Schülern durch automatisierte, direkte Rückmeldung zum aktuellen Lernfortschritt die Möglichkeit zur Selbstreflexion und -steuerung sowie zu Selbstwirksamkeitserfahrungen, 
  • gibt Leistungsrückmeldungen auf der Individualebene wie auf der Klassenebene,  
  • bereitet die Ergebnisse grafisch in Form von Lernfortschrittskurven und Tabellen auf,
  • kann problemlos in den regulären Unterricht eingebunden werden und 
  • bewirkt nachweislich hohe Lernzuwächse
  • erleichtert Elterngespräche aufgrund lehrerunabhängiger Testergebnisse.

Gemessen wird mit Hilfe einer internetbasierten Anwendung und regelmäßigen Onlinetests (je Schuljahr etwa acht Tests mit einem zeitlichen Abstand von ca. zwei bis drei Wochen im Unterricht). Die Testergebnisse zu den Lernfortschritten, die unmittelbar nach der Testdurchführung zur Verfügung stehen, führen in der Regel dazu, dass die unterrichtenden Lehrkräfte ihren Unterricht sozusagen automatisch anpassen und dadurch die individuelle Förderung Ihrer Schülerinnen und Schüler wirksam verbessern. Erforderlich ist mindestens ein Computer mit Internetzugang, an dem alle Schülerinnen und Schüler  den 10- bis 15-minütigen Test durchführen können. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass diese Tests den Schülerinnen und Schülern in der Regel Spaß machen.

Projektbeteiligte und Datenschutz

Das Projekt ist bei der Hessischen Lehrkräfteakademie angesiedelt. Die Koordination des Pilotprojekts liegt bei Ulrike Krug. Angebunden ist das Pilotprojekt an das hessenweit laufende Projekt „Verstärkte Leseförderung an hessischen Schulen“. Den technischen Support und die Umsetzung von „quop“ – wie etwa das Anlegen der Schülerlisten – übernimmt die Firma hfp Informationssysteme GmbH aus Kelkheim. Während der Pilotphase steht dort ein Ansprechpartner für technische Fragen bereit. Bei inhaltlichen Fragen können sich die Projektschulen direkt an die Universität Münster wenden, die das Projekt wissenschaftlich begleitet (Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung der Westfälischen Wilhelmsuniversität Münster). Datenschutzrechtlichen Richtlinien wird im Rahmen der Projektarbeit ein hoher Stellenwert beigemessen.

Projektdauer und Ergebnissicherung

Das Pilotprojekt beginnt im Sommer 2014 und endet mit Abschluss des Schuljahres 2014/15. Danach kann das Verfahren von den Schulen eigenständig in den Regelbetrieb übernommen werden. Die Teilnahme am Projekt erfolgt aufgrund einer freiwilligen Meldung der Schulen. Die Gesamtevaluation des Pilotprojekts geschieht durch eine Erhebung per Fragebogen an die Lehrkräfte, Schulleitungen und Eltern.

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Dezernat II.2

Hessische Lehrkräfteakademie
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65197 Wiesbaden

Kontakt

Hessisches Kultusministerium
Referat III.A.2
Walter-Hallstein-Straße 3-7
65197 Wiesbaden

Projektleitung:

Ulrike Krug
Tel.: 0611 8803-437
E-Mail: Ulrike.Krug@kultus.hessen.de